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Zeit vor der Wende

Die Anfänge der Klubstation DM3CK reichen bis in die 60er Jahre zurück. Die Klubstation befand sich damals im sogenannten Märchenschloß, einem Gebäude der TH Ilmenau an der Unterpörlitzer Straße.

 

Später bezog die Klubstation Räumlichkeiten in einer der "Sprachbaracken" (dort war die Fremdsprachenabteilung der TH ansässig). Im letzten Ausbauzustand hatten wir einen Funkraum, einen Klubraum, einen Ausbildungsraum und einen großen und kleinen Lager-/Werkstattraum. Vor der Baracke stand ein Stahlgittermast mit 2-Element 3-Band Quad und ein Stahlrohrmast mit UKW-Antennen. Zwischen den Masten und den Bäumen hingen zudem mehrere Drahtantennen. Nach der Rufzeichenumstellung in der DDR hatte die Klubstation das Call Y32ZK (für Nichteingeweite: K stand für den Bezirk Suhl und das Z war die Klubstation; 32 sozusagen die laufende Nummer im Bezirk)

 
Das Gelände lag in einem Naturschutz- und Naherholungsgebiet an den Ilmenauer Teichen. Herrlich in der Natur, weg von zivilisatorischen EMV-Störungen und prima zum Grillen.

 

Klubstation durch den Kanzler der TU Ilmenau geschlossen

Der Standort an den Ilmenauer Teichen blieb uns bis Ende Mai 2000 erhalten. D.h. wir wurden ganze 10 Jahre nach der Wende von der TU Ilmenau mit kostenlosenn Raum und Strom versorgt. Echt ganz großen Dank!

 

Ende Mai 2000 erreichte uns dann die baupolizeiliche Sperrung. Wir versuchten in Diskussionen mit der Uni-Leitung einen Ausweg zu finden: Instandsetzung zu fairen Konditionen oder andere Räume. Beide Varianten fanden bei der Uni-Leitung kein Interesse, obwohl realistisch beispielsweise nicht anderweitig benutzte und benutzbare Räume in Dachgeschossen vorhanden gewesen wären. Auch zeigt die heutige Nutzung der Baracke durch Jugendbands (aufgrund massiven Protestes), dass auch die "Baufälligkeit" überwindbar war.

 

Wie auch immer, es bestand seitens der Uni-Leitung keinerlei Interesse, uns irgendwie zu helfen.

 

Wie ich das hier schreibe liegt neben mir die aktuelle Ausgabe des Funkamateur (11/06) mit einem Artikel über das 50-jährige Amateurfunkjubiläum an der TU Dresden. Dort gibt es gleich mehrere Klubstationen. Es geht also auch anders. Mal ganz zu Schweigen, dass an anderen Unis der Amateurfunk auch in Lehre und Forschung eine Rolle spielt (z.B. in Marburg, wo die deutschen Amateurfunksatelliten gebaut werden).

 

Ich kann nur sagen: Schade TU Ilmenau.

 

 

Neue Räume

Nach einem halben Jahr Standortsuche haben wir dann geeignete Räumlichkeiten im Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSchülerfreizeitzentrum "Am großen Teich" gefunden. Diese sahen zwar recht schlimm aus und erforderten sozusagen eine vollständige Rekonstruktion, aber die Renovierung ging dank tatkräftiger und heimwerkerisch sachkundiger OM relativ schnell von statten. Wir möchten uns hier auch bei den Sponsoren bedanken: der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, dem Globus-Baumarkt, dem DARC-Distrikt Thüringen und OM DL2AVK.

Seit 2005 steht auch wieder ein Antennenmast mit einer DLP-11 Logperiodic.

Übrigends liegt unser neues QTH nur ca. 500m Fußweg vom der alten Klubstation entfernt.

 

Gründung des Vereins "Amateurfunkzentrum Ilmenau"

Da die neue Klubstation jetzt signifikant Miete und Verbrauchskosten verursacht und zudem allerhand Investitionsmittel zusammen kamen, wurde zum Betrieb und Erhalt des Standortes der Verein "Amateurfunkzentrum Ilmenau" (AFZI) gegründet. Die Gründungsversammlung war am 7.9.2000 und es fanden sich 20 Gründungsmitglieder. Näheres zum Verein findet man auf den AFZI-Seiten dieser Homepage.

Unterstützt durch:
Forschungsgeimeinschaft Elektronische Medien e.V.